Zwischen Konzentration, Hormonen und Darm

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Zwischen Konzentration, Hormonen und Darm

Warum weibliche ADHS in den Wechseljahren neu sichtbar werden kann

Manchmal stimmt jede einzelne Erklärung für sich genommen, und trotzdem fehlt am Ende etwas: Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme, Vergesslichkeit, Erschöpfung, eine Verdauung, die sich verändert, eine Stimmung, die instabiler wird – und irgendwann fällt das eine Wort, das alles zu erklären scheint: Wechseljahre.

Das kann stimmen. Nur erklärt es nicht immer alles, und gerade bei Frauen, die ADHS haben oder erst jetzt vermuten, dass sie möglicherweise schon ihr ganzes Leben damit gelebt haben, lohnt sich ein genauerer Blick. In dieser Lebensphase verändern sich mehrere Systeme gleichzeitig – die Hormone, der Schlaf, der Stoffwechsel, das Nervensystem, womöglich auch das Darmmikrobiom –, und was passiert, wenn diese Veränderungen nicht unabhängig voneinander ablaufen, dafür gibt es bislang keine einfache Antwort. Die Frage ist trotzdem interessant genug, um sie zu stellen.

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ADHS sieht bei Frauen oft anders aus

Bei ADHS denken viele noch immer zuerst an ein unruhiges Kind, das nicht stillsitzen kann, ständig dazwischenredet und im Unterricht auffällt. Dieses Bild hat die Wahrnehmung der Störung lange geprägt, und genau deshalb wurden viele Mädchen und Frauen übersehen. Nicht jede ADHS zeigt sich durch sichtbare Hyperaktivität; manche Mädchen träumen, verlieren Dinge, vergessen Termine, können sich für eine Sache stundenlang begeistern und schaffen es trotzdem nicht, mit einer anderen überhaupt anzufangen. Sie wirken zerstreut, empfindlich, chaotisch – während andere früh genau das Gegenteil entwickeln: Sie werden besonders gewissenhaft, schreiben Listen, bereiten sich übermäßig vor, kontrollieren sich ständig selbst und lernen, wie viel Kraft es kostet, so zu wirken, als hätte man alles im Griff. Das kann über viele Jahre erstaunlich gut funktionieren. Bis es irgendwann nicht mehr funktioniert.

Wenn die alten Strategien nicht mehr tragen

Für manche Frauen beginnt genau das in der Perimenopause. Plötzlich wird etwas schwieriger, das jahrzehntelang irgendwie ging: Sie verlieren häufiger den Faden, vergessen, warum sie einen Raum betreten haben, fangen mehrere Dinge gleichzeitig an und bekommen keines davon zu Ende. Der Alltag fühlt sich lauter an, unübersichtlicher, anstrengender.

Solche Beschwerden können natürlich viele Ursachen haben. Schlafmangel allein kann Konzentration und Gedächtnis erheblich beeinträchtigen, ebenso Stress, Schilddrüsenerkrankungen, Depressionen, Angststörungen, Medikamente oder körperliche Erkrankungen; auch die Wechseljahre selbst bringen kognitive Veränderungen mit sich. Trotzdem fällt auf, dass manche Frauen erst in dieser Phase beginnen, ihre eigene Biografie anders zu lesen – sich an das verträumte Schulkind erinnern, an die ewige Aufschieberin, an die Frau, die immer auf den letzten Drücker arbeitete, an das Gefühl, für Alltagsorganisation viel mehr Kraft zu brauchen als andere. Und plötzlich steht die Frage im Raum, ob das vielleicht schon immer ADHS war.

Östrogen wirkt nicht nur auf den Zyklus

Östrogen wird meist vor allem mit Fortpflanzung in Verbindung gebracht, wirkt aber an vielen Stellen im Körper, auch im Gehirn, wo es unter anderem Systeme beeinflusst, die mit Aufmerksamkeit, Stimmung, Motivation und kognitiver Leistungsfähigkeit zusammenhängen. Dopamin spielt dabei eine zentrale Rolle – und Dopamin ist wiederum der Botenstoff, um den sich bei ADHS vieles dreht.

In der Perimenopause sinkt Östrogen nicht gleichmäßig; die Spiegel können erheblich schwanken, manche Frauen merken davon wenig, andere sehr viel: Schlaf verändert sich, Stimmung wird instabiler, Konzentration und Belastbarkeit leiden. Für eine Frau mit ADHS kann das bedeuten, dass ein ohnehin empfindliches System plötzlich unter anderen Bedingungen funktionieren muss. Das heißt nicht, dass Östrogenmangel ADHS verursacht – so einfach ist es nicht. Plausibler ist die Vorstellung, dass hormonelle Veränderungen bestehende Schwierigkeiten verstärken oder bisher erfolgreiche Kompensationsstrategien weniger wirksam machen, wodurch sichtbar wird, was jahrzehntelang verdeckt war.

Und was hat nun der Darm damit zu tun?

Hier wird die Sache interessanter. Der Darm ist keineswegs nur für Verdauung zuständig; in ihm leben Billionen Mikroorganismen – Bakterien, Viren, Pilze und andere Kleinstlebewesen –, die zusammen das sogenannte Darmmikrobiom bilden. Dieses Mikrobiom hilft bei der Verdauung, beeinflusst das Immunsystem, bildet Stoffwechselprodukte und steht in engem Austausch mit dem Nervensystem, über die sogenannte Darm-Hirn-Achse.

Dass das Gehirn auf den Darm wirkt, kennt jeder aus eigener Erfahrung: Stress verursacht Bauchschmerzen, Angst löst Übelkeit aus, eine schlechte Nachricht verschlägt einem buchstäblich den Appetit. Die Kommunikation läuft aber auch in die andere Richtung – Vorgänge im Darm können über Nervenbahnen, Immunreaktionen, Stoffwechselprodukte und Hormonsignale Informationen beeinflussen, die schließlich auch das Gehirn erreichen. Deshalb untersucht die Forschung seit einigen Jahren, welche Rolle das Darmmikrobiom bei neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen spielen könnte, auch bei ADHS.

ADHS und Mikrobiom: interessant, aber noch keine Ursache

In verschiedenen Untersuchungen wurden Unterschiede zwischen dem Darmmikrobiom von Menschen mit und ohne ADHS gefunden, auch bei Kindern zeigten sich Veränderungen in Vielfalt und Zusammensetzung der Darmbakterien. Das klingt zunächst spektakulär, verlangt aber Vorsicht: Ein Unterschied bedeutet noch nicht, dass wir seine Ursache kennen. Vielleicht beeinflussen Vorgänge im Darm Prozesse, die bei ADHS eine Rolle spielen; vielleicht wirkt ADHS auch indirekt auf das Mikrobiom, weil Menschen mit ADHS möglicherweise anders schlafen, anders essen, Stress anders erleben oder Medikamente einnehmen – und all das kann wiederum das Mikrobiom beeinflussen. Womöglich laufen beide Richtungen gleichzeitig. Genau deshalb sollte man aus solchen Studien nicht vorschnell schließen, ADHS entstehe im Darm; dafür gibt es keinen Beweis, ebenso wenig lässt sich daraus ableiten, dass man ADHS über Darmbakterien behandeln könnte.

In diesem Zusammenhang taucht häufig der Satz auf, der größte Teil unseres Serotonins werde im Darm produziert – das stimmt grundsätzlich, führt aber leicht zu einer falschen Vorstellung. Das Serotonin aus dem Darm reist nicht einfach ins Gehirn und sorgt dort für gute Stimmung; die Blut-Hirn-Schranke verhindert diesen direkten Weg. Trotzdem ist die Verbindung interessant, denn Darmbakterien können Stoffwechselwege beeinflussen, die mit dem Nervensystem in Verbindung stehen, Immunreaktionen mitgestalten und an Prozessen beteiligt sein, die Vorstufen verschiedener Botenstoffe betreffen. Der Darm ist damit Teil eines größeren Kommunikationsnetzes – aber dieses Netzwerk ist komplizierter als die Formel gute Darmbakterien gleich mehr Serotonin gleich weniger ADHS. Biologie ist selten so übersichtlich.

Und dann kommt ein zweiter Begriff ins Spiel: das Estrobolom

Auch zwischen Darm und Östrogenstoffwechsel gibt es Verbindungen, und in der Forschung taucht dafür zunehmend der Begriff Estrobolom auf – kein neues Organ, sondern eine Bezeichnung für bestimmte Darmbakterien beziehungsweise deren Gene und Enzyme, die an der Verarbeitung von Östrogenen beteiligt sein können. Östrogene werden unter anderem in der Leber umgebaut und teilweise über den Darm ausgeschieden; bestimmte bakterielle Enzyme können dazu beitragen, dass Östrogenverbindungen im Darm erneut verändert und teilweise wieder aufgenommen werden. Der Darm ist also an Vorgängen beteiligt, die den Östrogenstoffwechsel mitbeeinflussen, was nicht heißt, dass Darmbakterien darüber entscheiden, ob eine Frau Wechseljahresbeschwerden bekommt – aber es zeigt, dass Hormonsystem und Darm keine getrennten Welten sind.

Nun liegen plötzlich drei Forschungsbereiche nebeneinander: ADHS und Hormone, ADHS und Darm, Hormone und Darm. Was passiert, wenn man diese drei Bereiche gemeinsam betrachtet?

Genau das wissen wir bisher kaum

Und das ist vielleicht der wichtigste Punkt. Es gibt Forschung zu ADHS und Darmmikrobiom, es gibt Forschung zu ADHS und hormonellen Veränderungen bei Frauen, und es gibt Forschung zu Darmmikrobiom und Wechseljahren – was bislang weitgehend fehlt, sind gute Studien, die alle drei Bereiche gemeinsam untersuchen. Wir wissen also nicht, ob bestimmte Veränderungen des Mikrobioms ADHS-Symptome in den Wechseljahren verstärken, wir wissen nicht, ob hormonelle Veränderungen über den Darm einen relevanten Einfluss auf ADHS haben, und wir wissen nicht, ob sich daraus irgendwann eine sinnvolle Behandlung ableiten lässt.

Vor allem bedeutet die bisherige Forschung eines nicht: dass Frauen mit ADHS nun ein bestimmtes Probiotikum einnehmen sollten. Dafür gibt es derzeit keine ausreichende wissenschaftliche Grundlage. Die interessante Erkenntnis liegt an anderer Stelle – vielleicht haben wir bisher Dinge getrennt betrachtet, die biologisch längst miteinander kommunizieren.

Drei Fachgebiete, ein Körper

Unsere Medizin ist hoch spezialisiert, und das ist ein großer Fortschritt: Wer eine seltene Augenerkrankung hat, möchte von jemandem behandelt werden, der sich mit genau dieser Erkrankung sehr gut auskennt. Spezialisierung rettet Leben. Aber sie hat auch eine Schwäche – je genauer wir auf ein einzelnes Organ schauen, desto leichter verlieren wir die Verbindungen zu anderen Systemen aus dem Blick. Eine Frau mit Verdauungsproblemen landet in der Gastroenterologie, mit Zyklusveränderungen oder Hitzewallungen in der Gynäkologie, mit Konzentrationsproblemen vielleicht in der Psychiatrie oder Neurologie, mit Schlafstörungen bei der Hausärztin. Jede Fachrichtung sieht einen anderen Ausschnitt. Die Frau selbst lebt aber nicht in Ausschnitten, sondern in einem Körper, der gleichzeitig versucht, hormonelle Veränderungen, Schlaf, Stress, Stoffwechsel, Ernährung, Erinnerungen, Lebensbelastungen und vielleicht ein neurodivergentes Gehirn miteinander auszubalancieren. Deshalb kann jede einzelne Fachdiagnose richtig sein, und trotzdem kann das Gesamtbild fehlen.

Gerade Frauen kennen diese medizinischen Zwischenräume

Vielleicht ist das einer der Gründe, weshalb mir dieses Thema wichtig erscheint. Frauen bewegen sich in der Medizin erstaunlich häufig in solchen Zwischenräumen – Beschwerden werden psychologisiert, hormonell erklärt oder dem Stress zugeschrieben, manchmal zu Recht, manchmal wird eine solche Erklärung aber zur Abkürzung. Auch bei ADHS zeigt sich dieses Problem: Manche Frauen werden jahrelang wegen Erschöpfung, Depressionen, Angst oder Schlafstörungen behandelt, bevor jemand überhaupt fragt, ob hinter einem Teil ihrer Schwierigkeiten ADHS stecken könnte. Dann beginnen die Wechseljahre, der Schlaf verändert sich, die Belastbarkeit sinkt, Hormone schwanken, und plötzlich funktioniert das mühsam aufgebaute Gerüst aus Disziplin, Listen, Kalendern, Perfektionismus und Selbstkontrolle nicht mehr. Die Frau sagt vielleicht, sie erkenne sich selbst nicht wieder – und darauf ausschließlich mit „das sind die Wechseljahre“ zu antworten, könnte zu wenig sein, ebenso wie die ausschließliche Antwort „das ist ADHS“. Vielleicht müsste die Frage eher lauten, was sich gerade in diesem gesamten System verändert.

Und was bedeutet das praktisch?

Zunächst einmal nicht, dass jede Frau mit Konzentrationsproblemen eine Stuhlprobe analysieren lassen oder möglichst viele Nahrungsergänzungsmittel kaufen sollte – ein interessanter biologischer Mechanismus ist noch keine Therapie. Aus der bisherigen Forschung folgt zunächst etwas viel Einfacheres: genauer hinsehen. Wie schläft diese Frau, wann haben die Konzentrationsprobleme begonnen, gab es ähnliche Schwierigkeiten schon als Kind oder Jugendliche, welche Veränderungen kamen erst mit der Perimenopause, welche Medikamente nimmt sie, wie hoch ist ihre aktuelle Belastung, wie ernährt sie sich, wie geht es ihrem Darm, gibt es körperliche Erkrankungen, die ausgeschlossen werden sollten, gibt es Hinweise auf Depression, Angst oder andere psychische Belastungen – und gibt es möglicherweise Hinweise auf ADHS, die bislang nie zusammengeführt wurden. Das klingt weniger spektakulär als die Idee eines neuen Mikrobiompräparats. Aber vielleicht beginnt gute Medizin genau dort. Nicht beim Produkt. Beim Menschen.

Weniger Entweder-oder

Wir suchen gerne nach der einen Ursache: ADHS, Wechseljahre, Stress, Darm – vielleicht ist schon die Frage falsch gestellt. Schlechter Schlaf kann Konzentration verschlechtern, Stress kann Darm und Nervensystem beeinflussen, hormonelle Veränderungen können Schlaf und Stimmung verändern, ADHS kann den Alltag belastender machen, und ein belastender Alltag kann wiederum Stress und Schlafprobleme verstärken. Irgendwann entsteht ein Kreislauf, in dem sich kaum noch eindeutig sagen lässt, welches Glied dieser Kette zuerst da war. Das muss auch nicht immer die entscheidende Frage sein. Vielleicht genügt es zunächst, die Kette überhaupt zu erkennen.

Warum mich daran mehr als ADHS interessiert

Diese Überlegungen reichen für mich weit über ADHS hinaus. Auch Trauma findet nicht ausschließlich im Kopf statt, Angst ist nicht einfach nur ein Gedanke, Erinnerung besteht nicht nur aus Worten und Bildern, die wir bewusst abrufen können. Der Körper beteiligt sich an unserem Erleben – Atmung, Herzschlag, Muskelspannung, Verdauung, Hormone, Schlaf, Gerüche, Körperempfindungen können Teil davon sein, wie wir Sicherheit oder Bedrohung wahrnehmen. Ein Mensch kann rational sehr genau wissen, dass heute keine Gefahr besteht, und sein Nervensystem reagiert trotzdem. Vielleicht ist genau deshalb der Blick über einzelne Fachgrenzen hinaus so wichtig – nicht, weil alles mit allem zusammenhängt und deshalb jede beliebige Erklärung möglich wäre, sondern weil ein Mensch mehr ist als ein einzelnes Symptom.

Vielleicht beginnt die interessantere Frage genau hier

Vielleicht wird sich in einigen Jahren zeigen, dass das Darmmikrobiom bei ADHS nur eine kleine Rolle spielt. Vielleicht wird seine Bedeutung größer sein, als wir heute vermuten. Vielleicht findet die Forschung bei Frauen in der Perimenopause Verbindungen, die derzeit noch kaum untersucht sind, oder sie entdeckt ganz andere Mechanismen. Das gehört zur Wissenschaft, die nicht möglichst schnell Gewissheiten produzieren, sondern ihre Fragen immer wieder verbessern sollte.

Konzentrationsprobleme können mit ADHS zu tun haben, mit Schlaf, mit hormonellen Veränderungen, mit Stress, mit körperlichen Erkrankungen – vielleicht auch mit Veränderungen im Mikrobiom. Der spannende Punkt liegt nicht darin, daraus eine neue Einzelerklärung zu machen, sondern darin, diese Ebenen gemeinsam zu betrachten. Denn eine Frau erlebt nicht montags ihre Hormone, dienstags ihr ADHS und am Wochenende ihren Darm. Sie erlebt alles gleichzeitig. Und vielleicht beginnt genau dort die interessantere medizinische Frage.


Literatur und weiterführende Quellen

ADHS und hormonelle Veränderungen bei Frauen

Springer Medizin: Wechseljahre und ADHS – Einfluss hormoneller Veränderungen auf Symptomatik und Diagnose.Experteninterview zu Diagnostik und medikamentöser Behandlung von Frauen in den Wechseljahren. https://www.springermedizin.de/adhs/klimakterium-und-menopause/sonderbericht-wechseljahre-und-adhs-symptomatik-und-diagnose/51587112

Untersuchungen zu hormonabhängigen Stimmungsschwankungen bei Frauen mit ADHS, unter anderem zu prämenstruellen, peripartalen und klimakterischen Beschwerden. https://link.springer.com/article/10.1007/s15014-022-4002-8

Wechseljahre, Östrogen und Darmmikrobiom

Diet, the Gut Microbiome, and Estrogen Physiology: A Review in Menopausal Health and Interventions. Übersichtsarbeit zur Wechselwirkung zwischen Ernährung, Darmmikrobiom und Östrogenphysiologie in der Menopause. https://www.mdpi.com/2072-6643/18/7/1052

Übersichtsarbeit zum Zusammenhang zwischen Darmmikrobiota und Östrogenregulation bei Frauen in und nach den Wechseljahren. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC12183514/

Wissenschaftlicher Hinweis

Die Forschung zu ADHS und Darm, zu ADHS und weiblichen Hormonen sowie zu Wechseljahren und Darmmikrobiom entwickelt sich weiter. Bislang gibt es jedoch keine belastbare Studienlage, die alle drei Bereiche – ADHS, Wechseljahre und Darmmikrobiom – gemeinsam untersucht und daraus einen eindeutigen ursächlichen Zusammenhang ableitet. Insbesondere lässt sich aus der bisherigen Forschung keine spezielle Probiotika- oder Mikrobiomtherapie gegen ADHS in den Wechseljahren empfehlen. Die beschriebenen Zusammenhänge sind ein interessantes Forschungsfeld – keine fertige Behandlungsempfehlung.

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